Urlaubstermin auf Facebook posten

Urlaubstermin auf Facebook posten
(Foto: Polizei NRW / Facebook)

Oh Mann! Ich habe doch jetzt schon alles vorbereitet! Und meinen Urlaubstermin hatte ich schon im Januar(!) auf Facebook bekannt gegeben. Wenn da jetzt wieder Leute bevorzugt werden, die ihren Termin erst nach mir auf Facebook gepostet haben, dann gibts aber eine fette Anzeige! Dann kriegt ihr echt Ärger, das sag‘ ich euch!

Metadaten

Metadaten verraten intimste Details des Privatlebens:

Zwei Wissenschaftler der Universität Stanford haben die Verbindungsdaten von freiwilligen Teilnehmern einer Studie gespeichert. Zusammen mit anderen, öffentlich zugänglichen Informationen konnten sie Rückschlüsse auf privateste Dinge ziehen.

Wer den Datenschutz nicht ehrt, ist sich selbst nichts wert.

Mal unter uns: Wie kann man bloß so schlau sein,

  • Fotos und Dokumente inklusive Metadaten ins Netz zu blasen,
  • sich dabei einer Technik zu bedienen, von der man keine Ahnung hat und dabei auch noch
  • alle Warnungen und Datenschutzhinweise völlig ignorieren?

Okay, sie haben halt nichts zu verbergen. Alle anderen aber informieren sich über die Technik, die sie einsetzen, und suchen nach Software, mit der sie ihre Metadaten vor der Veröffentlichung sicher entfernen.

Deepface

Facebook will Gesichter so gut wie der Mensch erkennen:

Die umstrittene Gesichtserkennung wird bei Facebook stetig weiterentwickelt. Forscher des Konzerns wollen nun mit der Technik „Deepface“ eine Erkennungsrate erreichen, die nahe der des Menschen liegt. Dazu gibt es nun eine wissenschaftliche Arbeit, bald soll das Verfahren auf einer Konferenz vorgestellt werden.

Die beste Fotodatenbank, die es für Forscher der biometrischen Gesichtserkennung gibt, ist eben Facebook. Da müssen sie ihre Probanden noch nicht einmal um Erlaubnis bitten. Finde ich super, wie wir uns im Netz als kostenlose Versuchskarnickel den Forschern geradezu aufdrängen.

Der Selfie-Trottel des Jahres

Er überfiel erfolgreich drei Banken, scheiterte dann aber an Facebook. Warum? Weil der überaus geistreiche Kriminelle sich mit der Tatwaffe in der Hand vor den Spiegel stellte und das mit Smartphone geknipste Bild auf Facebook veröffentlichte. Zusätzlich hat er auch gleich ein Bild von seinem Haus, in dem er wohnt, veröffentlicht. Ein paar Stunden später wurde er vom FBI zu Hause verhaftet.